Handel fördern – Handel (voran)treiben

Im Stadtgebiet Bedburg bilden die Orte Kaster und Bedburg die Ballungszentren des regionalen Einzelhandels. Über sämtliche Ortsteile hinweg haben sich auch abseits der Einkaufmeilen unterschiedlichste Einzelhändler niedergelassen. Der Handel in Bedburg ist mittlerweile seit Generationen prägend und wird gerne als Aushängeschild eines attraktiven Standortes verstanden. Trotz der langjährigen Erfahrung der Händler im Umgang mit saisonalen und marktbedingten Schwankungen, berichten sie heute zunehmend von rückläufigen Margen und Kundenzahlen.

Wir werden den Bedburger Handel wieder mehr fördern !

Qualität statt Quantität.

Unsere Bedburger Innenstadt hat sich gewandelt – unser Einkaufsverhalten hat sich gewandelt. In den letzten Jahren haben einige Traditionsunternehmer in Bedburg ihre Läden schließen müssen, weil sie keinen geeigneten Nachfolger finden konnten. Die freiwerdenden Verkaufsflächen wurden nur selten mit gleichwertigen Angeboten wiedereröffnet. Überregionale Unternehmensketten oder Dienstleister ließen sich in unserer Stadt nieder – was grundsätzlich kein Problem darstellt. Allerdings lebt eine kleinstädtische Innenstadt wie Bedburg von einer „gesunden Mischung“ aus klassisch traditionellem Handel und einem ausgewogenen Angebot an Gastronomie und Dienstleistern. Kaufinteressierte Bürger*innen sollen auf eine qualitativ hochwertige Beratung und breites Angebot an Waren treffen, gepaart mit der Möglichkeit, den Einkauf mit einem Besuch einer Gastronomie, eines Frisörs, eines Nagelstudios zu verbinden – die ausgewogene Mischung macht’s.

Nachfolge statt Leerstand

In den letzten Wochen und Monaten habe ich zahlreiche alteingesessene Traditionsunternehmer aufgesucht. Einige wenige haben bereits Nachfolger für eine Geschäftsübernahme in Aussicht, viele andere plagen sich mit dem Gedanken, was aus ihrem Geschäft wird. Als Resumee aus diesen Gesprächen nehme ich mit, dass hier ein hoher Nachholbedarf besteht. Der demografische Wandel trifft selbstverständlich auch unsere Einzelhändler und Gewerbetreibende. Wer aber 24/7 mit seinem Betrieb beschäftigt ist, Verantwortung für angestellte Mitarbeiter*innen hat und dessen Unternehmen den Lebensinhalt darstellt, hat wenig gedankliche Freiräume, sich gezielt um einen Nachfolger zu kümmern. Es muss ein Anliegen auch der Stadt Bedburg sein, diesem zu erwartenden Leerstand in unserer Innenstadt entsprechend entgegenzuwirken.

 

Digital – Fluch oder Segen ?

Es gibt Entwicklungen, die kann man gut oder schlecht finden, man kann sie annehmen oder ablehnen. Die Digitalisierung, auch im Bereich des lokalen Handels, ist nicht aufzuhalten. Es steht jedem frei, sich dieser Entwicklung anzuschließen und den Weg mitzugehen. Auch hier stellt sich die Frage, was wir als Stadt Bedburg möchten ? Was sind die Bedürfnisse der Kaufkundschaft ? Was sind die Bedürfnisse, aber auch Sorgen und Bedenken des Handels in Bezug auf die Digitalisierung ?

Mit kreativen Ideen und dem Mut, das Thema unter Einbeziehung der lokalen Kompetenzen hier vor Ort offensiv anzupacken, müssen und wollen wir uns der Entwicklung stellen. Junge innovative IT-Unternehmen in Bedburg, zusammen mit dem Angebot traditioneller Händler, warum soll das in Bedburg nicht funktionieren ? Wir müssen den Mut haben, uns dieser gemeinsamen Herausforderung zu stellen. Das Zusammenbringen dieser Kompetenzen, das Vermitteln digitaler Angebote und Möglichkeiten und Wahrung der traditionellen Einkaufsmöglichkeiten muss unter Federführung der Stadt Bedburg mit den Werbekreisen und -gemeinschaften koordiniert und durchgeführt werden.

Wer ist denn zuständig ?

Als Polizeibeamter kenne ich diese Frage ? Die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung sind immer ansprechbar für unsere Händler und Gewerbetreibenden, aber ihr Aufgabengebiet ist vielseitig und die Zuständigkeiten über diverse Fachdienste verteilt – Stadtmarketing, Gewerbewesen, Stadtplanung, Wirtschaftsförderung. Es bedarf schon seit längerem eines Ansprechpartners für unsere Einzelhändler und Gewerbetreibende. Die Stadt Bedburg braucht einen „City-Manager“, der sich genau mit diesen Themen und den zuvor beschriebenen Problemen und zukunftsweisenden Entwicklungen beschäftigt.


Bürgergespräch auf dem Wochenmarkt Kaster

Saubere Stadt – attraktive Stadt

Viele Bürger*innen beschweren sich über Vandalismus, überfüllte Mülleimer oder ungepflegte Grünanlagen. Die Mitarbeiter*innen des Bauhofes können aber nicht mehr leisten, als sie aktuell bereits machen.
Ob man gut und gerne in seiner Innenstadt einkaufen oder konsumieren geht, hängt auch maßgeblich vom Bild der Straßen, Wege und Plätze ab. Unsaubere Straßen und Plätze verleiten leichter zu weiteren Verschmutzungen oder Vandalismus und vertreibt die Kunden, Geschäfte schließen, Leerstand entsteht – ein Kreislauf, den viele Städte bereits erlebt haben und den es in Bedburg mit allen Mitteln zu verhindern gilt.

Auf den Punkt:

Ich werde mich einsetzen für

  • ein ausgewogenes Einzelhandelsangebot in unseren beiden Zentren Bedburg und Kaster
  • abgestimmte Parkplatzkonzepte, die die Bedürfnisse der Geschäftsleute und der Brauchtumsveranstalter auf dem Schlossparkplatz in Bedburg sowie die mobile Erreichbarkeit der Kasteraner Händler auf der St. Rochusstraße berücksichtigen
  • eine Plattform zur Akquise geeigneter Geschäftsnachfolger
  • die Unterstützung unserer Einzelhändler und Gewerbetreibenden bei der Verbesserung des lokalen, digitalen Angebotes mittels der hier ansässigen IT-Kompetenzen
  • die Förderung des Einzelhandels in unseren Außenstadtteilen, um so die Lebensqualität der dort lebenden Bedburger*innen zu erhalten
  • eine zentrale Ansprechstelle („City-Managment“) in der Stadtverwaltung
  • für eine weiterhin attraktive, saubere und sichere Innenstadt durch gezielteren Einsatz des außendienstlichen Ordnungsamtes und eine Aufstockung des Bauhof-Personals